Als Opa starb, blieb sein Esstisch wackelig zurück. Wir zogen die Zargen nach, ersetzten eine Schraube durch Holzdübel, schliffen Kanten weich und gaben zwei dünne Schichten Leinöl. Der Geruch weckte Geschichten, die Schrammen blieben sichtbare Landkarten. Heute sitzen drei Generationen daran, und jedes Sonntagsbrot schmeckt unaufgeregt richtig. Schreib uns, welches Möbel deine Familie zusammenhält.
Vier ausrangierte Hocker standen vor einem Theater. Wir baten freundlich, nahmen sie mit, schraubten lose Streben fest, füllten Kerben mit Wachs, strichen einmal mit wasserbasiertem Lack und wachsten zum Schluss. Seitdem stehen sie täglich im Atelier, tragen Gesprächsrunden, müde Beine und spontane Skizzen. Ihre Kratzer erzählen von Applaus. Was hast du schon gerettet?
Im Kiez organisierten wir einen Möbel-Tauschabend mit Tee, Etiketten und einer Reparaturecke. Ein Beistelltisch fand eine kleine Küche, ein Spiegel ein helles Bad, und eine Lampe wurde neu verkabelt. Wer nichts mitbrachte, half schleppen oder sortieren. Am Ende waren Räume leichter, Menschen vernetzt, und drei wackelige Stühle fester als zuvor. Magst du mitmachen?